Veröffentlicht am: Juli 17, 2020 Geschrieben von: Ella Comments: 0
Fernsehen und gleichzeitig essen verträgt sich nicht

Man kennt das ja aus eigener Erfahrung. Setzt man sich mit einer Tüte Chips oder seinem Abendessen vor den Fernseher, nimmt man automatisch zu. Die Ablenkung durch das TV-Gerät sorgt dafür, dass man mehr und vor allem ungesünder isst. Wer auf seine Gesundheit und sein Gewicht achten möchte, der sollte keinesfalls vor dem Fernseher essen oder naschen. Was auf den ersten Blick logisch erscheint, haben längst auch mehrere Studien bewiesen. So sind auch die Autoren einer Untersuchung der Michigan State University und dem Sparrow Center for Innovation and Research draufgekommen, dass der verstärkte Medienkonsum die Aufnahme von noch mehr Kalorien fördert.

Medienkonsum lässt den Konsum ansteigen

Die Ergebnisse waren klar und deutlich. Wenn man beim Essen Medien konsumiert, nimmt man „automatisch“ mehr Kalorien zu sich, als ohne Medien. Noch schlimmer wird die ganze Situation, weil man deswegen bei der nächsten Mahlzeit nicht weniger isst, sondern zumindest gleich viel. Der Unterschied zwischen einer Mahlzeit am Tisch und einer Mahlzeit vor dem Fernseher beträgt durchschnittlich 150 Kalorien. Als wäre das noch nicht genug, so unterscheiden sich die Lebensmittel, die man vor dem Fernseher, dem Smartphone, oder dem Tablet konsumiert auch noch deutlich von jenen Produkten, die man sonst so zu sich nimmt. Die Studienteilnehmer griffen während der Untersuchung zu Lebensmitteln mit deutlich mehr Fett, Kohlenhydraten und ungesättigten Fettsäuren. Das bedeutet, sie aßen während sie vor dem Fernseher saßen nicht nur mehr, sondern auch noch ungesünder. So ein Lebenswandel kann sehr schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Wer nascht schon Rohkost, wenn er vor dem Fernseher sitzt, oder am Handy surft?

Wenig überraschend kamen die Autoren der neuesten Studie zu dem Schluss, dass der Anstieg der Kalorienaufnahme wohl auch das Übergewicht begünstigt. Interessant ist dabei, dass es keine Rolle spielt, welche Art von Medium man beim Essen konsumiert. Der Effekt ist überall gleich. Er tritt beim Bücher lesen genauso auf, wie vor dem TV, beim Internet Surfen und sogar beim Musik im Radio hören. Basis der Erkenntnisse war das Essverhalten der Studienteilnehmer. Diese zeichneten drei Tage lang bis ins Detail auf, was sie zu sich nahmen. Mit dabei waren also nicht nur die Hauptmahlzeiten, sondern auch alle Snacks zwischendurch.

Medienkonsum lässt den Konsum ansteigen
Medienkonsum lässt den Konsum ansteigen

Damit bestätigte die Studie nur das, was man ohnehin gefühlt seit langem weiß. Wie sehr man wieder zugeschlagen hat, sieht man spätestens dann, wenn beim Fernsehen die Chips-Tüte leer, oder die Schokolade vollständig verputzt wurde. Natürlich sind diese Snacks nicht gesund, denn sie enthalten vor allem Zucker und Fett. Die Zusammensetzung der Produkte ist so aufgebaut, dass der Konsument „keine andere Wahl hat“, als sie vollständig aufzuessen. Dabei tritt eine Art Suchteffekt zutage, der sich nicht mehr stoppen lässt.

Durchschnittlich benötigt der Körper beim Essen rund 20 Minuten bis ein Sättigungsgefühl eintritt. Erst dann erhält man gewissermaßen das Signal, dass der Körper genug hat. Daher empfehlen Ernährungsberater schon seit langem sein Essen tatsächlich auch zu genießen. Langsames und bewusstes Essen hält den Körper im Gleichgewicht. Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung sorgt für Wohlbefinden und macht Diäten überflüssig.